Gegendarstellung zur Bethanien-Berichterstattung vom Berliner Kurier am 29.9.08

Der Berliner Kurier berichtete in der Ausgabe vom 29.09.2008 unter dem Titel „Schmuddelbesetzer verbraten Millionen“ über die am 25.09.2008 stattgefundenen Verhandlungen zwischen der GSE (Gesellschaft für Stadtentwicklung) und den NutzerInnen des Bethanien-Südflügels.

Hierin wird behauptet: „Doch die Besetzer haben die Gespräche mit dem vom Bezirksamt beauftragten gemeinnützigen Träger GSE einfach platzen lassen.“

Diese Behauptung ist falsch. Die „New Yorck im Bethanien“ hat die Mietvertragsverhandlungen mit der GSE nicht platzen lassen. Die NutzerInnen des Bethanien-Südflügels befinden sich nach wie vor in Verhandlungen mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der GSE und haben auch von deren Seite keine anderslautenden Mitteilungen erhalten.

Weiterhin wird sodann nach dem Zitat des GSE-Prokuristen Roman Dutschak („Wir haben den Leuten eine Nettokaltmiete von 3,38 Euro pro Quadratmeter angeboten, zum reinen Selbstkostenpreis, ohne Gewinn-Erwartung, doch selbst das war ihnen zu viel.“) behauptet: „Nun bleibt der Bezirk auf den Kosten sitzen.“

Diese Behauptung ist falsch. Die von der GSE kalkulierte Miete ist nicht lediglich kostendeckend. Vielmehr würde sie den Wert der Immobilie über die Jahre um Millionen steigern, auf Kosten der sozial-politisch-kulturell-künstlerischen MieterInnen im Haus. Die Kritik an der Miethöhe und –zusammensetzung wird im Übrigen auch von der Druckwerkstatt des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) sowie der Kindertagesstätte KiTa-Nord geteilt.

Es wird zudem behauptet: „Eine Million Euro gehen Friedrichshain-Kreuzberg durch die fehlenden Mieteinnahmen jährlich durch die Lappen.“

Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist, dass sich die derzeit vom Bezirk kalkulierte Miete für die beiden besetzten Etagen auf 41.488,00 Euro jährlich beläuft.

Berlin, den 10.10.2008